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Das Afrika-Projekt

Unser Afrika-Projekttag am 16.7.2010

Ubuntu

Das Zulu-Wort kann eigentlich nur unzureichend mit dem deutschen Begriff ?Menschlichkeit? umrissen werden. Im Grunde, so erklärt es Desmond Tutu, der berühmte Bischof Südafrikas , bedeutet es so viel wie: Weil es dich und die anderen Menschen gibt, kann ich selbst ein Mensch sein. Genauso funktioniert der Umkehrschluss: Weil ich ein Mensch bin, kann ich dir helfen, ebenfalls Teil dieser Gemeinschaft zu sein.
Vor gut einem Jahr, als sich das Vorbereitungsteam ?Projekttag? zum ersten Mal traf, hätte wohl keiner von uns unsere Motivation so klar umreißen können, schon gar nicht auf so philosophische Art und Weise.  Nur eines war klar: Es sollte im Schuljahr 2009 / 2010 wieder einen Projekttag an unserer Unesco-Schule geben, an dem der ?normale? Unterricht zu Gunsten freierer und kreativerer Zugänge zum Lerngegenstand aufgebrochen werden sollte. Das Rahmenthema ?Afrika? war dann auch, passend zur Fußballweltmeisterschaft, schnell gefunden.
Ein arbeitsreiches Jahr später, am 16.07.2010, war es dann so weit. Jede Klasse hatte sich bis dahin in einem bestimmten Fach zu einem speziellen Thema mit dem Kontinent auseinandergesetzt und stellte nun über den Vormittag hinweg ihre Projektergebnisse jeweils drei anderen Klassen vor. Im Gegenzug dazu besuchte auch sie drei ?Veranstaltungen?. Dabei spiegelten die unterschiedlichen Projekte den facettenreichen Kontinent auf lebendige Art und Weise wieder. So brachten Schüler der fünften Klasse ihren Altersgenossen ein afrikanisches Lied und einen dazugehörigen Tanz bei, eine sechste Klasse stellte eine afrikanisches Jugendbuch vor, wieder andere verwandelten ihre Klassen in einen Basar der Geschichtenerzähler. Aber auch gesellschaftskritische Themen wurden aufgegriffen, wie der Sklavenhandel, das Schicksal von Kindersoldaten oder die Produktionsbedingungen für den Kakaoanbau in Westafrika. Das Wallraff-Projekt und die Analyse des Kurzfilms ?Schwarzfahrer? nahmen die Situation dunkelhäutiger Menschen in Deutschland unter die Lupe. Diese und viele weitere Projekte zeugen von dem hohen Engagement, mit dem Schüler wie Lehrer in den Wochen vor Notenschluss an ihren Projekten gearbeitet haben, die beeindruckende Ergebnissen, genauso wie der reibungslose Ablauf und die interessierte Teilnahme beweisen, zu was die Schulfamilie in der Lage ist.

Insofern ist an diesem Tag der Begriff ?Ubuntu? in unserem Schulhaus lebendig geworden: Wir alle konnten voneinander neues erfahren und Erfahrungen weitergeben und uns auf diese Weise einander ein Stück auf dem ?Ubuntu-Weg? begleiten. An dem Gelingen haben alle Anteil gehabt und dafür dankt euch das Vorbereitungsteam.

 

 

Spendenlauf am 15. Juli - Flyer

Impressionen vom Lebenslauf 2010

Spendenlauf am 15. Juli - Detailinformationen

Gäste aus Tansania berichten über Spendenprojekt

Asante Sana!


Das bedeutet auf Swahili ?Vielen Dank?. Mit diesen Worten schloss Abt Basil aus Tansania seinen Vortrag für die Schüler der Unterstufe am FRG. Zwei Tage mit dem Jeep über Land von Westtansania zur Hauptstadt Daressalam und 7 Stunden Flug waren es dem schwarzen Benediktinerpater wert, um den Schülern und der SMV persönlich für ihr Engagement zu danken und einen Scheck von 3100,- Euro Spendengeldern entgegenzunehmen. Doch ein weiteres wichtiges Anliegen war ihm, mit Unterstützung des deutschen Benediktinermönches Thomas Morus aus Münsterschwarzach, den Schülern davon zu berichten, was mit ihrem Geld geschehen wird.
Auch das letzte der drei Afrikaprojekte, die das FRG in den letzten drei Jahren unterstützt hat, wendet sich wieder an Schulkinder in Tansania. Diesmal wird mit dem Geld auf dem Gelände der noch recht jungen Schule in Mvimwa (Westtansania) ein Schlafsaal für Jungen im Grundschulalter gebaut. Da die Einrichtung der Benediktiner, die auch eine Sekundar- und eine Berufsschule beherbergt, innerhalb kurzer Zeit einen sehr guten überregionalen Ruf erlangt hat, kommen die Schüler oft von weit her, sodass sie zumindest unter der Woche im Internat übernachten müssen. Auch wenn die Ziegelsteine dafür eigenhändig hergestellt worden sind, so ist doch jeder Cent nötig, um Mörtel, Wellblech und Einrichtungsgegenstände zu kaufen und montieren zu lassen.
Im Anschluss an den Bildvortrag nahmen sich die beiden Pater Zeit, um auf die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler einzugehen, sodass für die Zuhörer ein lebendiges Bild vom Schulalltag in der Benediktinermission entstand. Auch wenn die Unterrichtsinhalte in der siebenjährigen Grundschule ähnlich sind wie in Deutschland, so drängen sich doch bis zu 45 Kindern in einen Klassenraum. Die Unterrichtssprache ist Englisch und gelernt wird von 8.30 bis 16.00 Uhr. Eine Besonderheit ist, dass jede Klasse ihr ?Schulfeld? hat, d.h. einen Acker, den sie selbst bestellen muss und dessen Erträge entweder direkt in die hauseigene Mensa fließen oder verkauft werden. Doch in einem Punkt teilen afrikanische und deutsche Jungen wohl ihre Interessen, denn auch in Tansania ist die liebste Freizeitbeschäftigung der Schüler der Fußball.


Pater N.N und Pater N.N bei ihrem Vortrag in der Aula des FRG
Die Zuhörerschar

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