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„Siegfried nie gelungen“ - Das Nibelungenlied einmal anders

Statt von dunkler, schicksalsschwerer Stimmung niedergedrückt zu werden, mussten die Zuschauer in der Aula des Friedrich-Rückert-Gymnasiums des Öfteren lachen, denn Schüler der Oberstufe boten unter der hervorragenden Leitung von Gisela Dautel wieder einmal eine wirklich nette und unterhaltsame Abendunterhaltung. Gespielt wurde diesmal eine Parodie auf das Nibelungenlied von Anette Budde und Malte Elson, bei der die Handlung des mittelalterlichen Heldenepos grob gewahrt wird. Allerdings zieht am Ende der Tod von Siegfried eine Kette von Suiziden nach sich, sodass rasch alle tot am Boden liegen – ein Tableau, das aber durch die rasche Abfolge und die Übertreibung schon wieder komisch wirkt. Für dieses Massensterben müssen die Burgunder Recken nicht extra an Etzels Hof reisen.

Um Licht, Ton und Effekte kümmerten sich Henrik Büttner und Tjarko Kleist, und die beiden verdienten sich ein großes Lob, denn die Effekte kamen wirklich gut an, zum Beispiel der Rauch, den der schreckliche Drache ausstieß. Aber irgendwie schien der Drache gar nicht so gefährlich zu sein, den der leichtsinnige, überselbstbewusste Draufgänger Siegfried, beeindruckend gespielt von Winfried Geuß, da in der Höhle tötete. Ziemlich unreif und ängstlich ist noch Siegfrieds erster Auftritt, als er wie Schneewittchen bei den sieben Zwergen auftaucht, wo ihn dann Mime, einer der Zwerge, aufzieht, welchen Katharina Köhler, die unter anderem noch Giselher verkörperte, überzeugend spielte. Auch die meisten anderen Schauspieler schlüpften in mehrere Rollen und glänzten in diesen, so Lina Rieß als Gunther, Sonja Graumann als Gernot, Anna Lena Korn als Hagen, Stefanie Müller als Ute, Christine Hain, als Kriemhild und Franziska Hofmann als Brunhildes Zofe.

Überaus beeindruckend stellte Annafried Schmidt die Brunhilde dar, die mithilfe der Tarnkappe getäuschte und zutiefst gekränkte Tochter Wodans. Dass die richtige Atmosphäre erzeugt wurde, lag auch am sehr schönen Bühnenbild, das die Q 11 unter der Leitung von Christine Braun angefertigt hatte. Passend wurden einzelne Musikstücke ausgewählt, von Wagner bis hin zu „Ich will nen Cowboy als Mann“, als Kriemhild sich am Burgunder Hof nach dem Richtigen sehnt, der dann ja bald andüst, und zwar als pubertärer, Sprüche klopfender, Skateboard fahrender Siegfried. Überhaupt werden immer wieder recht amüsante Verfremdungseffekte eingestreut. So sorgt Wagner persönlich plötzlich für einen anderen Ablauf der Drachentötung oder hört Siegfried über Kopfhörer aktuelle Musik. Auch das Publikum wird eingebunden, als es beim Wettkampf zwischen Gunther und Brunhild, der wie eine typische Fernsehshow aufgezogen wird, zu Applaus und Anfeuerungen aufgefordert wird. Das Publikum hatte überhaupt viel Spaß an der Aufführung und dankte den Akteuren auch am Ende mit viel Beifall.

Michael Geuß

White Horse Theater am Friedrich-Rückert-Gymnasium

Was ist das White Horse Theater eigentlich?
Das White Horse Theater ist ein Tourneetheater, das englischsprachige Stücke an deutschen Schulen vorführt, sodass die Schüler damit ihr Englischkenntnisse verbessern können.
Dieses Jahr führte das  White Horse Theater das Stück „ Much Ado about Nothing“, das von Shakespear stammt, auf. Am 25.04 fanden sich die Schüler der 10. Klassen und der Oberstufe des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in der Aula der Mittelschule in Ebern ein, da das Theater dieses Jahr dort stattfand. Die Schüler waren begeistert und folgten dem Stück mit großem Interesse. Da      das Schauspiel aber nach  eineinhalb Stunden schon vorbei war, applaudierten die Schüler gewaltig und freuen sich schon jetzt darauf, dass das  White Horse Theater dem FRG bald wieder einen Besuch abstattet.

Love is in the air - Vorhang auf für das Oberstufentheater

Am Donnerstag, den 26. April ist es wieder soweit, wenn es heißt: „Bühne frei“ für die Theatergruppe der Oberstufe am FRG. Elf Schauspielerinnen und ein Schauspieler unter der Leitung von Studienrätin i.BV Gisela Dautel wollen das Publikum in diesem Jahr nicht mit „Shakespeare in Love“, sondern mit dem Stück „In Love – with Shakespeare“ von Marlene Skala begeistern.

Das Hauptthema der Aufführung handelt von der Liebe zwischen Mann und Frau, wobei dieses mit shakespeareschen Dialogen wie z.B. aus „Ein Sommernachtstraum“ oder „Wie es Euch gefällt“ untermalt wird. So kommen verschiedene Charaktere zum Vorschein, welche bekannte Rollenklischees verkörpern. Die Personen Orlando, Graf Orsino, Benedict, Petruchio und Viola alias Caesario diskutieren im Wald die Vor- und Nachteile der Liebe. Jedoch nur eine dieser Rollen, nämlich Petruchio, kann sich der Liebe sicher sein, da er mit Katharina seit vier Wochen verheiratet ist. Auch der romantische Orlando möchte seine Rosaline erobern und zwar mit Poesie und nicht mit Mitteln „Der Widerspenstigen Zähmung“, auf die Petruchio schwört. Benedict hingegen ist sich sicher, immer Junggeselle bleiben zu wollen, denn er und Beatrice schaffen es zunächst nur, sich mit Worten und Bällen zu bewerfen. Letztendlich dreht sich das Stück um verschiedenste Paare, die allerdings erst einmal umfangreiche Verwirrungen bewältigen müssen, bis sie zusammenfinden.

Der Humor kommt in diesem wortgewandten Stück natürlich auch nicht zu kurz, wobei dieser meist gut verpackt ist und so das Stück anspruchsvoller für die Zuschauer macht.

Die Aufführung findet um 19.30 Uhr in der Aula des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in Ebern statt. Das Theaterteam freut sich über viele interessierte Zuschauer, der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden werden gerne entgegengenommen.

Markus Böhm, P-Seminar Theatermanagement

Letzter Auftritt der Näxtäkläxe in alter Besetzung

Improtheater vom Feinsten boten die Näxtäkläxe, die Improtheatertruppe des FRG, am Montag, 14.2.. Der Abend war für etliche Aktive eine Abschiedsshow, da sie zum Abiturjahrgang 2011 gehören und im kommenden Jahr nicht mehr spielen werden.

"Näxtäkläxe" sagten "Särvus"

Aus dem Stegreif lustig sein ist eine Kunst, der sich Svenja Kleist, Alexander Schmitt, Lars Rennert, Lukas Geuß, Josef Böhmer und Justus Böhm in der ?Improvisationstheater?-Neigungsgruppe am Eberner Gymnasium verschrieben haben. Das erfordert Konzentration und Kreativität, und am Ende entsteht jedesmal eine Welturaufführung. Am Valentinstag sagen die ?Näxtäkläxe? auf der Mensa-Bühne ?Särvus?. privat (FT, 2011-02-12)

             

Leben sie noch oder erben wir schon - Szenenbilder