Sie befinden sich hier: Unsere Schule / Kooperationen / 

„Schule ohne Rassismus, Schule ohne Courage“

Seit 17. April 2012 gehört nun auch das Friedrich-Rückert-Gymnasium zu den Schulgemeinschaften, die sich freiwillig dazu verpflichtet haben, sich gegen Diskriminierung und für (Zivil-)Courage einzusetzen. Ziel ist es, Verantwortung für das Klima an unserer Schule und unser Umfeld zu übernehmen!

Die Patin, die die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hat, ist die CSU-Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär aus Ebelsbach, die bereits 2011 im Rahmen der Veranstaltungsreihe am Eberner Gymnasium „Politik trifft Bildung“ in Kontakt mit den Eberner Schülern stand.

Ihr offizielles Statement:

„Ich unterstütze Schule ohne Rassismus, weil…

…Bildung die Augen öffnet und den Geist so weitet, dass Rassismus dort keinen Platz mehr hat. Weil alle Menschen durch Bildung gewinnen, egal welche Hautfarbe sie haben oder wo sie geboren sind. Weil Demokratie und Rassismus unvereinbare Gegensätze sind. Weil die Schule der Ort ist, wo die Welt von Morgen heute geschaffen wird.“ (MdB, Dorothee Bär)

Ziel für uns soll es sein, dass wir alle innerhalb und außerhalb der Schule offener und toleranter gegenüber anderen und Andersdenkenden werden, auch Vorbilder für unser soziales Umfeld werden und uns nicht davor scheuen, Hilfe zu geben und diese auch von anderen anzunehmen. (Zivil-) Courage zeigen! So können wir das Miteinander stärken. 

Aktiv-coach-Seminare:

Jedes Jahr besuchen einige Schüler ein „aktivcoach“-Seminar, welches unter anderem auf Nachhaltigkeit und Kompetenzentwicklung abzielt. In Kleingruppen wurde hier über Begriffe wie etwa „Diskriminierung“ diskutiert und Projektideen entwickelt. Jonas Brief hat darüber auch noch einen ausführlichen Erfahrungsbericht auf www.smvler.de verfasst.

Welt-AIDS-Tag

„Zeig Solidarität mit der roten Schleife!“ So lautete das Motto der SMV am Welt-AIDS-Tag am 2. Dezember, um auf die bestehende Gefahr des HI-Virus aufmerksam zu machen. Hierfür bastelten die Schüler der SMV für jeden der 800 Schüler und Lehrer eine rote Schleife, die sie beim Schuleingang verschenkten. Die Schleifen wurden zwar angenommen, jedoch hofft die SMV darauf, dass im kommenden Dezember mehr Schüler an diesem Tag das Zeichen der Solidarität sichtbar tragen werden.

Stolpersteine

Auch im alltäglichen Schulleben soll auf Probleme aufmerksam gemacht werden. So bastelt die SMV gerne „Stolpersteine“ aus Papier, die mit spannenden, aber auch schockierenden Fakten über unterschiedliche Themen versehen und überall im Schulhaus für ein paar Tage angebracht werden. Erfreulicherweise werden damit nicht nur Denkanstöße gegeben, sondern auch Diskussionen ins Rollen gebracht. Ziel erreicht!

Weltflüchtlingstag – Flüchten oder bleiben?

Denkanstoß geben! Anlässlich des „Internationalen Tag für Flüchtlinge“, der auf das Schicksal aber auch die Kraft, den Mut und Durchhaltevermögen von über 50 Millionen Flüchtlingen aufmerksam machen soll, hat die SMV ihren Mitschülern folgende Aufgabe gestellt: Montagmorgen, noch halb verschlafen und Bääm – ins kalte Wasser geschmissen! Plötzlich musste sich jeder Schüler, um die Schule überhaupt betreten zu können, in die Situation eines Flüchtlings versetzen, Entscheidungen treffen und einen Parcours durchlaufen, den die SMV am Wochenende mühsam aufgebaut hatte…. und die ganze Schulfamilie musste „da durch“.

Spendenläufe

Siehe Aktionen der SMV

Tag der Menschenrechte

Siehe Unesco-Projekte

Aktionen mit Asylbewerberkinder

Das größte Projekt ist gleichzeitig auch das aktuellste und wie wir finden, das wichtigste: Seit einiger Zeit sind in Ebern und der Umgebung Asylbewerber untergebracht, von denen die Kinder derzeit eine Einstiegsklasse in der Mittelschule besuchen. Das ist für viele ungewohnt, denn, anders als in großen Städten, sind Schüler mit Migrationshintergrund bei uns eher eine Seltenheit. Eine Schule ohne Rassismus zu sein, bedeutet für uns also nicht nur Toleranz, sondern auch Akzeptanz und Integration! Deshalb beschenkten wir sie nicht nur zu Weihnachten materiell, sondern wollten auch Zeit mit ihnen verbringen. So besuchten einige Schüler und Lehrer des Gymnasiums die Asylbewerberkinder in ihrer Klasse, ein weiteres Dutzend unserer Schüler nahm an einem Nachmittagsprogramm unter der Leitung von Frau Pascher-Döhler und Frau Betz teil. Hier konnten sich alle erst einmal etwas „beschnuppern“. Da es wirklich großen Spaß machte, luden wir die Kinder zu einer Schulhausführung im Gymnasium ein. Es folgten noch ein gemeinsames Pizzabacken im schulgarteneigenen Steinbackofen und ein kreativer Nachmittag, an welchem Figuren aus Ton hergestellt wurden. Und was das Schönste dabei war: Es wurden wirklich gemeinsam die Aktion gemacht und viel gelacht. Kommuniziert haben wir mit Händen und Füßen, auf Englisch und sogar auf Deutsch, denn obwohl die meisten von ihnen noch nicht lange hier sind, sprechen sie unsere Sprache schon erstaunlich gut. Vielen Dank an alle, die mitgewirkt und -gearbeitet haben.

Diese Nachmittage waren bereits erste wichtige Schritte, um Vorurteile oder Unsicherheiten abzulegen, die leider doch immer wieder vorhanden sind. Natürlich kommen wir aus anderen Kulturen, aber unterm Strich sind wir doch alle das Gleiche: einfach nur Menschen. Habt Mut aufeinander zuzugehen!

Dass wir ganz anders aufgewachsen sind, bemerkten wir beim Pizzabacken beim Blick auf unsere selbstbelegten Pizzen - auf unseren befand sich fast doppelt so viel Belag wie auf denen der Kinder aus Syrien und Albanien. Eine Tatsache, über die wir uns alle einmal Gedanken machen sollten…

FRG-Schüler treiben es bunt!

Als Zeichen der Gemeinschaft und zur Erneuerung des Versprechens zu mehr TOLERANZ, das jedes Mitglied der FRG-Schulfamilie 2012 bei der freiwilligen Selbstverpflichtung "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" gegeben hatte, durfte am Freitag, 21.März, anlässlich des 'Internationalen Tag gegen Rassismus' jedes Schulmitglied ein buntes Band an den metallenen Globus im Pausenhof hängen. Auf diese Bänder schrieben die Schüler eigene, dem Motto entsprechende Wünsche, wie z.B. Freundschaft, Respekt, Toleranz, …

So verwandelte sich die 'Edelrost'-Weltkugel zu einem bunten Ball – nach dem Motto: "Die Welt ist bunt". Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel ließ der Wind die 1200 farbenfohen Bänder und die Luftballons tanzen. Eine gelungene Aktion der SMV und der Unesco AG.

"Es ist normal, verschieden zu sein" - Projekt zum inklusiven Sportunterricht am FRG in Kooperation mit der Lebenshilfe in Ebern

Vor diesem Hintergrund fand am Friedrich-Rückert-Gymnasium im Zeitraum vom 13.11.2012 bis 11.12.2012 ein inklusives Sportunterrichtsprojekt statt. Dabei wurden die Jungen der Klasse 9B (FRG) und die gesamte Klasse HS3 (Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung der Lebens­hilfe Hassberge e. V. Außenstelle Ebern) gemeinsam in der neuen Sporthalle von Studienreferendar Markus Bergmann unterrichtet.