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Ausstellungseröffnung „Zeitzeugenbefragung“ im Heimatmuseum Ebern

Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren

Ebern. Am Sonntag, den 17. Mai 2015 wurde eine von Schülern der Q12 des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern konzipierte Ausstellung zum Thema „Zeitzeugenbefragung zur Kriegs- und Nachkriegszeit in Ebern (1943-1953)“ im Heimatmuseum in Ebern eröffnet. Die Ausstellung, die aus Plakaten mit Informationen zu den Ereignissen in Deutschland und spe­ziell in Ebern in den genannten Jahren besteht, enthält unter anderem Interviews mit den Zeitzeugen Frau Heidi Bauer, Herrn Otto Einwag, Herrn Rolf Feulner und Herrn Elmar Liebender. Die Interviews können auch als Videoclips angesehen werden. Bis Ende Juli 2015 besteht die Möglichkeit, die Ausstellung jeweils an Sonn- und Feiertagen zwischen 14.00 Uhr und 17.00 Uhr zu besuchen. Auch Sondertermine, z. B. für Schulklassen, sind nach Absprache mit dem Heimatmuseum (Ansprechpartner Herr Ingo Hafenecker oder Herr Stefan Andritschke; Marktplatz 42, Tel.: 09531 – 4756) möglich.

Zur Veranstaltungseröffnung waren nicht nur die Zeitzeugen gekommen, sondern auch einige Teilnehmer des P-Seminars des FRG Ebern, der Schulleiter OStD Klauspeter Schmidt, die P-Seminarleiterin Judith Hirschberg, der Kreisheimatpfleger Günter Lipp sowie zahlreiche inte­ressierte Eberner Bürger.

Die Schülerinnen und Schüler hatten in den vergangenen zwei Schuljahren im P-Seminar zu­nächst Kontakt mit in Frage kommenden Zeitzeugen aufgenommen, diese mehrmals in die Schule eingeladen und Interviews mit Hilfe vorher angefertigter Fragebögen durchgeführt, wobei die Zeitzeugen aber auch immer frei erzählen konnten. Aus den Informationen der Zeitzeugen sowie aus Recherchen in Schulbüchern, Zeitschriften und dem Internet entstand schließlich die Plakatausstellung, die bereits vor einigen Wochen am FRG Ebern zu sehen war. 

Aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten zur Archivierung an der Schule geht die Aus­stellung dauerhaft an das Heimatmuseum. Da hier bereits Forschungsergebnisse zum 60. Jah­restag des Kriegsendes 1945 lagern, bestünde die Gelegenheit, das nächste Gedenkjahr 2025 (80. Jahrestag) zum Anlass für ein W- und/oder P-Seminar am FRG Ebern zu nutzen, wobei die Schule hierbei auf Material des Kreisheimatpflegers zurückgreifen könnte, der sich ohne­hin eine intensivere Zusammenarbeit zwischen dem Gymnasium in Ebern und der Kreishei­matpflege wünscht.

Judith Hirschberg

Erstellen einer Nachrichtensendung (Klasse 10)

Am Ende des letzten Schuljahres haben sich zwei 10. Klassen an die schwierige Aufgabe herangewagt, eine eigene Nachrichtensendung zu produzieren – und das mit allem, was dazugehört. Jeder Schüler sammelte eigenständig eine Woche lang tagesaktuelle Nachrichten (Rubriken: Politik in Deutschland, Weltpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur / Gesellschaft, Sport, Sonstiges), fasste diese kurz und prägnant in einer Tabelle zusammen und schickte sie per E-mail an die beiden betreuenden Lehrkräfte (Hirschberg und Heß), die die Ergebnisse chronologisch ordneten (Oktober 2012 bis Mai 2013). Das Zusammenführen der Ergebnisse fand dann im Klassenverband statt. Hier ging es darum, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen (Agenda Setting) sowie Entwicklungslinien zu erkennen (Bsp: Beginn der Plagiats-Affäre um Annette Schavan bis hin zu ihrem Rücktritt als Bundesbildungsministerin). Für die einzelnen Rubriken wurden schließlich Kleingruppen gebildet, die die Ergebnisse jeweils kurz und prägnant zusammenfassten und einen Beitrag erstellten, der in der Nachrichtensendung, je nach Gewichtung der Rubrik durch die Redaktion (= Klasse), Sendezeit erhielt. Eine weitere Gruppe beschäftigte sich zeitgleich mit der technischen Umsetzung der Sendung, machte sich mit der Kamera und der Schnittsoftware vertraut. Eine weitere Gruppe war mit der illustrativen Umsetzung und dem Storyboard der Sendung betraut und suchte die SprecherInnen aus. Der Tag, an dem die Sendung aufgenommen wurde, gestaltete sich einerseits als wirklich spannend, andererseits auch als nervenaufreibend, mussten manche Sequenzen doch mehrmals eingesprochen werden. Die Aufnahmen wurden vor einer so genannten Green-Screen aufgenommen und anschließend mit dem Computer nachbearbeitet. Als Studio fungierte ein normales Klassenzimmer, das an diesem Schultag aber nicht mehr als solches zu erkennen war. Bei Interesse ist es möglich sich das fertige Produkt anzusehen. Auf unserer Homepage frg-ebern.de hat man hierzu die Gelegenheit. Viel Spaß! Daniel

21.06.2013

Der Landtag sind wir!

Unter diesem Motto simulierten die zehnten Klassen des FRG am Freitag, 21.6.2013 die Arbeitsweise des Bayerischen Landtags im Rahmen eines Planspiels in der FRG Mensa. Unter Anleitung versierter Teamerinnen des Centrums für angewandte Politikforschung der LMU München wurden Plenar- und Ausschusssitzungen abgehalten, Gesetzesvorlagen diskutiert und beschlossen. Es wurden Kompromisse zwischen den Fraktionen geschlossen und vielleicht hinter den Kulissen vertrauliche Absprachen getroffen - eben wie in einem echten Landtagsgremium. Als prominente Gesprächspartnerin stand Sabine Dittmar (MdL), die SPD-Landtagsabgeordnete aus dem Stimmkreis Bad Kissingen zur Verfügung und stellte die Verbindung zur echten Landtagspolitik her. 

Politik trifft Bildung IV: Herr Fell von Bündnis90/Die Grünen und sein Steckenpferd

15. Juli 2013: Die Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 nehmen in der Aula Platz und warten gespannt auf den Bundestagsabgeordneten Hans-Josef Fell von der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Dessen Besuch ist ein weiterer Teil der bunten Farbpalette am FRG, was sich auf die Vielfalt der Parteien, die im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Politik trifft Bildung“ zu Gast an unserer Schule waren, bezieht.  Die Reihe geht dabei nach Dorothee Bär (MdB, CSU), Markus Rinderspacher (Fraktionsvorsitzender der SPD im Bayerischen Landtag) und dem Bayerischen Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch (FDP) bereits in die vierte Runde und hat somit schon Tradition, wie Schulleiter Klauspeter Schmidt in seiner Begrüßung betont.

Die Schüler sind selbst bestens vorbereitet und wollen Herrn Fell mit Fragen „löchern“. Eine zentrale Rolle spielen dabei die beiden Moderatoren, Laura Würstlein und Fabian Goldschmidt, die dem Politiker vorbereitete Fragen stellen und insgesamt durch das Programm führen. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Moderatoren und einem Grußwort des Schulleiters  stellt  Herr Fell seine Person vor und gibt einen Überblick über seinen politischen Werdegang. Im Anschluss steht  der erste Themenbereich „Bildung“ auf der Tagesordnung. Der Abgeordnete erläutert den Standpunkt seiner Partei und betont, dass es das Wichtigste sei, die gleichen Chancen auf Bildung für alle zu schaffen.

Themenblock 2 beschäftigt sich mit dem „Steckenpferd“ des Grünen-Politikers, den erneuerbaren Energien. Er erklärt das Zustandekommen des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz), das aus seiner Feder stammt und in vielen anderen Ländern bereits offiziell Verwendung findet. Im Dialog mit den Moderatoren werden in diesem Zusammenhang Fragen zum Klimawandel, zur Nutzung fossiler Brennstoffe und zu den erneuerbaren Energien diskutiert. Fell ist davon überzeugt, dass der CO2-Ausstoß  komplett reduziert werden kann, um eine stärkere Erderwärmung zu verhindern.  Hierbei lautet sein Motto „Auf alle Felle 100% erneuerbare Energien“ und er ist davon überzeugt, dass es in naher Zukunft auch ohne fossile Brennstoffe und nur mit der grünen Technik geschafft werden kann.
Nach dem Gespräch mit den Moderatoren hat das Plenum die Möglichkeit Fragen zu stellen. Hier geht es unter anderem um das Recycling von Solar- bzw. Photovoltaikzellen, die Bio-Landwirtschaft und den Einkauf von „konventionellen“ Strom aus dem Ausland. Nachdem auch noch diese Fragen geklärt sind, bedanken sich die beiden Moderatoren bei Herrn Fell, dem Organisator Daniel Heß, der Schulleitung und  dem Publikum selbst für das große Engagement.

Durch diese Veranstaltung haben die Schüler des FRG nun einige neue Informationen gesammelt, die für ihre eigene Zukunft eine Rolle spielen könnten, und wieder einmal ist die Veranstaltung „Politik trifft Bildung“ geglückt und auf reges Interesse gestoßen, sodass sie auch in Zukunft stattfinden und die Tradition festigen wird.

20.01.2012

Politik trifft Bildung Teil II - Markus Rinderspacher (MdL) (Quelle: Fränkischer Tag, 20.1.2012) zu Gast am FRG

Weitere Materialien aus der Berichterstattung über die Veranstaltung finden Sie hier (mit freundlicher Genehmigung von Radio Primaton, 20.1.2012):

Video:
http://www.primatononline.de/default.aspx?ID=6458&showNews=1102245

Fotos:
http://www.primatononline.de/default.aspx?ID=6852&showGal=14367

Nachrichten:
http://www.primatononline.de/default.aspx?ID=6427&showNews=1102183

20.01.2012

Politik trifft Bildung Teil II - Markus Rinderspacher (MdL) (Quelle: Fränkischer Tag, 20.1.2012) zu Gast am FRG

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Politik trifft Bildung" war der Fraktionsvorsitzende der SPD im bayerischen Landtag, Markus Rinderspacher (MdL) zu Gast am FRG und stand den Schülerinnen und Schülern der Q11 Rede und Antwort.

17.10.2011

Politik trifft Bildung I: MdB Dorothee Bär zu Gast am FRG

22.02.2011

"Flossenbürg war die Hölle" - Die Schüler der 9. Jahrgangsstufe auf den Spuren nationalsozialistischen Terrors

Die Gedenkstättenfahrt der 9. Klassen führte die FRG-Schüler der 9a, 9b, 9c und ihre Lehrerinnen und Lehrer am 21.2.2011 in die oberpfälzische KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. 

Bereits bei der Anfahrt war die merkwürdige räumliche Situation zu spüren, in der der Ort Flossenbürg nach Ende des Zweiten Weltkrieges um das ehemalige Lager herum und in das Lager hineingewachsen ist.

Der Rundgang auf dem Lagergelände, der von erfahrenen und sehr sachkundigen Rundgangsleiterinnen und -leitern mit beeindruckendem Engagement angeleitet wurde, verdeutlichte den Schülerinnen und Schülern, die sich im Geschichtsunterricht der 9. Jahrgangsstufe mit dem Thema "Nationalsozialismus" auseinandersetzen, die Funktionsweise des KZ-Systems, welches von den Machthabern des Dritten Reiches unter Einbezug der örtlichen Strukturen und Kräfte auf menschenverachtende und grausame Weise ins Werk gesetzt wurde. Die Reisegruppe hörte von einem heillos überfüllten Lager, in dem ab der Gründung im Mai 1938 die Häftlinge - zunächst aus Deutschland - dann aus den von der Wehrmacht besetzten Gebieten Europas - nach dem NS-Prinzip "Vernichtung durch Arbeit" bis zur physischen Totalerschöpfung geschunden wurden und für die SS in bis zu sechzehnstündigen Schichten im nahegelegenen Steinbruch den wertvollen Flossenbürger Granit brechen mussten. Nach der Arbeitsschicht bei menschenunwürdiger Verpflegung, bei Wind und Wetter und in unzureichender Häftlingskleidung bzw. mit unzureichendem Werkzeug warteten katastrophale Hygienebedingungen in den Baracken, die gefürchteten Zählappelle und weitere Schikanen durch SS-Wachen und Kapos auf die entkräfteten Menschen. Die Strapazen dieser Haft überlebten viele nicht, so dass bis zur Entdeckung und Befreiung des Lagers durch Einheiten der 3. US-Armee unter General Patton im April 1945 von insgesamt 100.000 inhaftierten Menschen 30.000 ihr Leben lassen mussten. Berichtet wurde aber auch von Taten der Mitmenschlichkeit und versuchter Solidarität durch die Flossenbürger Einheimischen sowie von der Nutzung des Lagergeländes nach 1945.

Neben dem Rundgang bei eisigen Temperaturen, bei welchen die Teilnehmer nachempfinden konnten, wie einem Häftling bei mehrstündigem Strammstehen auf dem Appellplatz in dünner Kleidung zumute gewesen sein musste, wurde ein Film gezeigt, in dem ehemalige Häftlinge, die die "Hölle von Flossenbürg" auf teils abenteuerliche Weise überlebten, von ihren Erfahrungen berichteten.

Alle Beteiligten reisten nachdenklich aus Flossenbürg ab und konnten während dieser Geschichtsstunde am historischen Ort bzw. in der museumspädagogisch sehr sinnvoll aufbereiteten Gedenkstätte wertvolle Denkanreize gewinnen und werden sich bestimmt die Anregung von Rundgangsleiterin Margit Sailer zu eigen machen: "Vergesst nicht, was Ihr hier gesehen habt, wie Menschen auf das Unmenschlichste erniedrigt worden sind - und setzt Euch in Euerem Umfeld und nach Euren Möglichkeiten für Gerechtigkeit und Solidarität in der Gesellschaft ein!"