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Fußballanalyse

Im Rahmen des Mathe-P-Seminars des Abschlussjahrgangs 2015/2017 „Analyse eines Fußballspiels“  haben wir untersucht, was hinter diesem alltäglichen Sport eigentlich steht: So haben wir während dieses Seminars mehrere Veranstaltungen besucht und durchgeführt, um die Komplexität und die Technik, die zum Training und zum Spiel gebraucht wird, besser verstehen zu können. Beispielsweise veranstalteten wir einen Test in unterschiedlichen fußballspezifischen Disziplinen für die 8. und 9. Klassen des Gymnasiums, in welchem die Schüler einen Hindernislauf mit Schwerpunkt auf Ballkontrolle, einen Geschicklichkeits- und Koordinationstest und einen Schusstest mit Schwerpunkten auf Schusskraft und Präzision zu absolvieren hatten. Weiterhin besuchten wir mit diesem Seminar das Auswahlverfahren für begabte Nachwuchsspieler des DFB-Stützpunktprojektes, in welchem die zukünftigen Bundesligisten herantrainiert werden, und beteiligten uns an der Auswertung der Daten. Ein besonderer Dank geht hierbei an Herr Michael Kotterba, der uns diesen Besuch überhaupt erst ermöglich hat. Zudem hielten wir Vorträge über die aktuell gängigsten Spielsysteme der Profiteams und ihre früher genutzten, inzwischen aber veralteten Pendants, und welche Vorteile diese den Teams bringen. Doch, um auf den Test für die Gymnasialklassen zurückzukommen, schildern im Folgenden die einzelnen Gruppen ihre persönlichen Erfahrungen und Eindrücke:

Der Parcours

Die Station, bei der die Schnelligkeit und Ballkontrolle im Vordergrund stand, war ein Hindernissparcour. Dieser bestand aus sieben Heraus­forderungen, die die Jugend­lichen mit dem Ball am Fuß meistern mussten.Die Hürden waren sehr abwechslungsreich. Es gab Standardaufgaben, wie einen Slalomlauf, aber auch etwas anspruchsvollere, wie das Durchlaufen einer „Acht“, was leichter klingt als es ist, wie die Schüler feststellen mussten. Für die meisten Lacher sorgte das Sackhüpfen mit dem Ball am Ende, wo selbst die besten Fußballer an ihre Grenzen kamen.

Dennoch durchliefen letztendlich alle Teilnehmer erfolgreich und ohne Verletzungen den Parcours, auch diejenigen, die normalerweise nicht viel mit Fußball am Hut haben. Und wie es sich für einen Wettkampf gehört, wurden die „Ballkünstler“ ordentlich angefeuert (hauptsächlich natürlich von den Mädchen ;)). Bei dieser Station wurde die Zeit gemessen, welche dann in Punkte umgerechnet wurden, die zu den Punkten der anderen Gruppen gezählt wurden. Sie machten ein Drittel von der Gesamtwertung aus.

Torschussstation

Bei der Torschussstation konnte man sich in zwei verschiedenen Bereichen beweisen. Hierzu wurden zwei Stationen aufgebaut, an denen die Schüler ihre Schussfertigkeiten testen konnten. Mithilfe der ersten Station konnte man seine Schussstärke messen. Dazu wurde ein Messgerät, welches die Geschwindigkeit anzeigt, benutzt. Seine Schussgenauigkeit konnte man bei einem weiteren Tor unter Beweis stellen. Dieses wurde in sechs Sektoren eingeteilt, die bei einem Treffer unterschiedliche Punktzahlen erzielen. Zudem wurden Wasserbomben in den Winkeln befestigt, die, wie auf dem Bild zu sehen, die höchstmögliche Punktzahl ermöglichten. Dabei konnte man mit Hilfe dreier Schüsse maximal 60 Punkte erzielen. Außerdem wurde der Schussvorgang mittels einer Slow-Motion-Kamera aufgenommen.  Lediglich die zweite Station zählte zum Wettkampf dazu.

Minigolf

In der letzten Station mussten die Schüler einen Fußball-Minigolfparcours absolvieren. Das Hauptaugenmerk bei dieser Übung lag auf der Präzision und dem Ballgefühl der Schüler. So hatten sie unter anderem bei der Bahn „Bowling“ die Aufgabe mit dem Ball durch gezielte Schüsse alle Pins abzuräumen. Diese Übung hat sich wegen ihrer Unorthodoxität zudem als beliebteste der Dreien herausgestellt, vor allem deshalb, weil die Chancen, die Bahnen zu lösen, auch für fußballerisch ungeübte Teilnehmer vorhanden waren. So ist es verständlich, dass vor allem das Versagen der Vereinsspieler mit Freude und Gelächter honoriert wurde.

Haßfurt

Wie bereits erwähnt, wurde unser Seminar zum sportmotorischen Test des DFB-Stützpunktprojektes eingeladen. In dessen Rahmen wurden wir eingeladen, als Kampfrichter die einzelnen Übungen zu leiten und überwachen. Aus den Wertungen in unterschiedlichen fußballerischen Disziplinen ergibt sich nach Verrechnung ein Vergleichswert, mit dem man die Fähigkeiten aller Teilnehmer am Stützpunkt deutschlandweit miteinander vergleichen kann. Die Übungen zielen vor allem auf die Bereiche Geschwindigkeit, Technik, Koordination und Ballkontrolle ab, wobei Technik und Ballkontrolle stärker gewertet werden. Erstaunlich war dabei, zu sehen welche Fähigkeiten bereits die jüngsten Teilnehmer besitzen