Sie befinden sich hier: Unsere Schule / Konzepte / 

"Die Frage, die wir uns stellen müssen, ist nicht die,
ob der Umgang mit digitalen Medien an sich gut
oder schlecht ist, sondern einfach die:

Wer werden wir, wenn wir durch den Monitor
in das blaue Nichts überwechseln??"

(unbekannter Autor)

Lang-Medienerziehung in der Schule - durchdacht und mit Konzept

FRG und Mittelschule Ebern sind nun "Referenzschulen für Medienbildung"

Soziale Netzwerke, Smartphones, Tablet-Computer - Kinder und Jugendliche leben online und in ihrer eigenen Medienrealität. Diese ist Eltern und Erziehern nicht immer ganz geheuer - aber sie existiert und wir müssen damit umgehen. 

Die Frage nach der richtigen Medienkompetenz stellt sich Elternhäusern und Schulen somit immer konkreter und drängt sich förmlich auf. Wie geht man mit den Licht- und Schattenseiten der Medienwelt um? Soll man die Generation der "Digital Natives" sich selbst überlassen und das Thema aus der Erziehungsarbeit heraushalten? Soll man vielleicht doch Forschern wie Manfred Spitzer folgen und digitale Medien von Jugendlichen fernhalten, so dass sie vor schädlichen Einflüssen bewahrt bleiben?

Die Schulleitungen und die Lehrerschaft von Gymnasium und Mittelschule in Ebern haben sich dieser Herausforderung gestellt und wollen die richtige Strategie für einen sinnvollen und dosierten Umgang mit Medien in der Schule finden. Deswegen bewarben sie sich auf der Suche nach einer Lösung vor drei Jahren für die Teilnahme am Projekt "Referenzschule für Medienbildung". Diese Initiative des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus sowie des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung zeichnet Schulen aus, die ihre Medienarbeit im Erziehungsprozess professionalisieren und optimieren, um den Anforderungen unserer Zeit gerecht zu werden.

Nach erfolgreicher Bewerbung bildeten sich in beiden Schulen Arbeitsgruppen von Lehrerinnen und Lehrern, die sich der Aufgabe stellten, ein Konzept für eine verbindliche und umfassende Medienarbeit an der jeweiligen Schule zu entwickeln. Die Teamleitung lag an der Mittelschule in Händen von Konrektor Toni Binder, am FRG nahm OStR Alexander Kleber diese Aufgabe wahr. Zuerst erhoben die Beteiligten den Bedarf an Medienausstattung für eine sinnvolle Medienarbeit im Unterricht. Hierzu wurden alle Lehrer, die Elternschaft und die Schülerinnen und Schüler befragt. Selbstverständlich waren auch die Schulleiter, Rektor Philipp Arnold und Oberstudiendirektor Klauspeter Schmidt intensiv in den Projektierungsprozess eingebunden. 

Die Ergebnisse der Erhebung mündeten nach intensiver Auswertungs- und Beratungsarbeit in einen Medienentwicklungsplan (MEP). Dieses Dokument unterstützt eine planvolle Anschaffunsplanung für den Ausbau der vorhandenen Medienausstattung an den Schulen und stellt mithin auch für die Sachaufwandsträger, die für die Kosten solcher Anschaffungen aufkommen müssen, eine wichtige und durchdachte Planungsgrundlage dar. Mit einem durchdachten MEP werden Beamer und digitale Tafeln eben nicht nur angeschafft, wenn Geld dafür da ist, sondern wenn die Technik auch in den Dienst einer sinnvollen Nutzungsplanung gestellt werden kann.

Hierfür erarbeiteten die Arbeitsgruppen an den beiden Eberner Schulen einen jeweils eigenen Lehrplan für den Medienunterricht (Medien- und Methodencurriculum, MMC). Alle Fachvertreter wurden aufgerufen, zu überlegen, welche Medienkompetenzen man in welcher Jahrgangsstufe in Abstimmung mit dem Lehrplan im jeweiligen Fach verbindlich vermitteln kann. Durch diesen Arbeitsschritt wurde nicht nur gewährleistet, dass die Medienarbeit an den Fachunterricht angekoppelt wird, zusätzlich wurden alle Lehrerinnen und Lehrer in den Projektprozess mit eingebunden. Im Rahmen pädagogischer Tage, an denen die Schulkollegien in der Regel am Buß- und Bettag zu Fortbildungszwecken in der Schule zusammenkommen, wurde intensiv diskutiert und am MMC gefeilt.

Begleitet wurde die konzeptionelle Arbeit an den Schulen mit einer gesteigerten Professionalisierung des Kollegiums durch geeignete schulinterne Fortbildungsmaßnahmen zur aktiven Medienarbeit im Unterricht. Hierfür zeichnete am Friedrich-Rückert-Gymnasium unter anderem StR Dr. Roland Baumann, der medienpädagogisch-informationstechnische Berater für die Gymnasien in Unterfranken, verantwortlich und zeigte sich sehr angetan von der Motivation der beteiligten Kolleginnen und Kollegen: "Es ist schön, dass alle Beteiligten sich mitreißen lassen und mitziehen, wenn es darum geht, durch aktive und zielführende Medienarbeit in der Schule, unsere Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Medien im eigenen Leben anzuhalten."

Die Koordinierung des Qualifikationsprozesses wurde durch die Projektverantwortlichen von Ministerium und Staatsinstitut im Rahmen von jeweils zwei Konferenzen für Teamleiter und Betreuer geleistet. 

Solche Konferenzen und Tagungen finden in der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen an der Donau statt.

Deshalb machten sich auch in dieser Woche die 'Referenzschulteams' und Schulleiter von Mittelschule und FRG auf den Weg nach Schwaben, um am Ende ihrer zweijährigen Projektphase im Rahmen einer Feierstunde aus den Händen von Staatssekretär Bernd Siebler die Zertifikate der erfolgreichen Qualifizierung zur "Referenzschule für Medienbildung" in Empfang zu nehmen. 

Mit der erfolgreichen Zertifizierung ist die Medienarbeit an den beiden Referenzschulen jedoch noch keineswegs abgeschlossen. Neben der Umsetzung der beschlossenen Pläne an den eigenen Schulen steht im laufenden Schuljahr die Multiplikation des erarbeiteten Medienwissens an weitere interessierte Schulen und Bildungseinrichtungen im Vordergrund. Hierzu werden Mittelschule und Gymnasium auch weiterhin zusammenarbeiten - wie es sich für pädagogische Nachbarn eben gehört.

Zur Berichterstattung über die Verleihung in den Heimatzeitungen

Medienkonzept

Computergestütztes Lernen - aber im Team!

Der Siegeszug von Computer und Internet hat den Unterricht in allen Schulfächern verändert. Der traditionelle Unterricht wird ergänzt durch Internetrecherchen, multimediale Präsentationen oder Kommunikation in virtuellen Klassenräumen.

e-Learning wird am Friedrich-Rückert-Gymnasium seit Jahren konsequent gefördert. Alle Klassen- und Fachräume sind multimedial mit Beamer, Lautsprecherboxen und Internetanschluss ausgestattet. Zusätzlich stehen zwei Computerräume mit je 30, ein Computerraum mit 16 Schülerarbeitsplätzen sowie ein Klassensatz Laptops zur Verfügung. Kontinuierliche Fortbildungsangebote für das Lehrerkollegium sorgen dafür, dass  diese gute Ausstattung auch adäquat genutzt wird.

E-Learning am FRG

Wir nutzen am FRG das Lehr-Lernsystem Mebis, einer Initiative der Ministerialbeauftragten der bayerischen Gymnasien.

Über folgende Links kommen Sie zu den Kursräumen des Mebis-Servers und erhalten nähere Informationen zu moodle und der Initiative bayernmoodle: Zu Mebis